bygg.ai - Smart Building - Die Alarmanlage für Gebäudeschäden

bygg verschafft dir mit seinen Sensor-Kits die Fähigkeit, diverse Einflüsse entlang von Gebäudestrukturen und Bauteilen wahrzunehmen, zu lokalisieren und zu verstehen. Derzeit erfordert der Einsatz entsprechender Lösungen Infrastrukturen, die bereits bei Planungsbeginn berücksichtigt werden müssen. Das will das Start-up mit seinen nachrüstbaren Technologien für Bestandsimmobilien ändern.

1. Wie erklärt ihr euren Großeltern, was ihr macht?

Wir entwickeln Technologien mit denen Hausbesitzer Schäden der Gebäudehülle und weiterer schadensanfälliger Bereiche rechtzeitig ermitteln und lokalisieren können und damit teure Folgeschäden vermeiden. Außerdem ermöglichen wir Fachbetrieben, wie Felix`s Dachdeckerei, mit unseren Services ihr Reparatur- und Schadensmanagement klug zu vernetzen – digital über die Cloud.

2. Wer ist alles im Team und was sind die verschiedenen Aufgaben?

Anne (Co-Gründerin): Strategie, Business Operations & Marketing

Felix (Co-Gründer): Technologie, Applikation, Sales & Service Development

Arne: Data Infrastructure, Machine Learning

Untersützt werden wir derzeit zudem von vielen fleißigen Supportern zu denen neben unserem Entwicklungspartner auch die Mitarbeiter von Felix´s Dachdeckerei gehören - #thankyou.

3. Wie ist die Ideen zu eurem Start-up entstanden?

2018 gehörte zu den vier schwersten Sturmjahren der vergangenen 20 Jahre. Felix ist gelernter Dachdecker- und Klempnermeister. Er führt seit 2012 den von unserem Vater gegründeten Familienbetireb und ist auch als Schadensregulierer für unterschiedliche Wohngebäudeversicherer im Einsatz. Regelrecht von der Schadenslawine überrollt erschien
ihm die lange Wartezeit der Hausbesitzer von der ersten Schadensermittlung bis zum Kostenvoranschlag und der Behebung des Schadens unzeitgemäß und nur wenig Serviceorientiert. Trotz des Einsatzes von Drohnentechnik ist die effektive Dachkontrolle von Steildächern immer noch sehr aufwendig und ungenau. Aus dem Bedarf heraus ist die Vision für einen Feuchtigkeitssensor entstanden, der als Basis für eine universelle Sensorplattform zur Fernüberwachung unterschiedlichster Einflüsse entlang schadensanfälliger Gebäudebereiche dienen sollte und auch bei Bestandsgebäuden einfach und mit wenig Materialaufwand von einem Fachbetrieb nachgerüstet werden kann. Gekoppelt mit dem technischen Know-How von zwei befreundeten Entwicklern und Anne`s Impulsen zum digitalen Geschäftsmodell nahmen die Visionen von Felix immer mehr gestalt an. Schnell wurde uns Geschwistern klar, dass wir gemeinsam etwas im Bau- und Versicherungswesen bewegen möchten. Mit unserer Lösung haben wir nicht nur die Basis für weitere Entwicklungen geschaffen, sondern auch attraktive Alleinstellungsmerkmale.

4. Was waren bisher die größten Herausforderungen?

Während es für Felix jeden Tag eine Herausforderung ist ein Gleichgewicht zwischen Neugründung, Familienbetrieb, Ehrenamt, Familie und Freunden zu finden beschäftigt mich eher die Kompensation der bisher noch fehlenden Kompetenzen in unserem Team. Vor allem die Patentanmeldung und damit einhergehenden Analysen waren sehr aufwendig und zeitintensiv.

5. Was war der schönste Moment in der Gründungsphase?

Neben dem postiven Prüfbescheid auf jeden Fall auch die erste erfolgreiche Prototypentestung: vom Bau der ersten Versionen unseres eigenen Sensors und seiner Verbindung, über die Cloudanbindung und Datenauswertung zur automatischen Alarmierung im Schadensfall - das alles passierte in kurzer Zeit.

6. Wie habt ihr vom Ignition-Programm erfahren?

Andere Gründer aus Düsseldorf haben uns das Ignition-Programm empfohlen und uns auf den Special Batch mit Vodafone mit IoT im Fokus aufmerksam gemacht. Da haben wir nicht lange überlegt.

7. Wie empfandst du bzw. ihr den Bewerbungs- und Auswahlprozess von Ignition?

Das Pitch-Deck für die Bewerbung war schnell vorbereitet und auch der darauffolgende Auswahlprozess war super organisiert, fair und wenig bürokratisch. Schon am Pitch-Day haben wir uns in der herzlichen Atmosphäre des digihub direkt wohlgefühlt. Die Fragen der Ignition-Jury haben uns direkt gezeigt, dass dort geballte Kompetenz auf Gründer wartet.

8. Was war bisher die beste Erkenntnis, die ihr aus dem Programm mitnehmen werdet?

Man sollte von Anfang an raus aus der eigenen Komfortzone und stehts offen für neue Impulse sein. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung dachten wir, wir würden unsere Zielgruppen genau verstehen – falsch gedacht! Wer erfolgreich sein will, muss seine Annahmen immer wieder hinterfragen, testen und lernen. Und das nicht nur von Anfang an, sondern auch ohne großen Heckmeck - schnell und unkompliziert!

9. Wie beurteilt ihr die Startup-Szene in Düsseldorf und was wünscht ihr euch noch?

Die schönsten Erfahrungen sind für uns die Unterstützung und kurzen Wege, die wir als Neulinge in der Düsseldorfer Gründerszene machen durften. Die Startup-Szene verfügt über vielfältige fachliche Kompetenzen, ist wahnsinnig gut vernetzt und hilft sich gegenseitig. Das Team des digihub liefert hier wirklich einen hervorragenden Beitrag. Ab dem ersten Tag des Accelerators wurden wir mit unterschiedlichsten Experten aus dem breiten Netzwerk verknüpft. Wir hoffen, dass noch viele andere diese Potenziale nutzen und die Szene in DUS noch bunter wird, damit es zukünftig beispielweise im PropTech Bereich auch in NRW noch mehr spezifische Programme und Veranstaltungen gibt.


10. Wobei können wir und unsere Community euch derzeit weiterhelfen?

Wir freuen uns über jeden Austausch mit Interessierten, potenziellen Crew-Mitgliedern, Partnern und Investoren.

Sonstige Fragen:

1. Unverzichtbare Tools im Arbeitsalltag?
G-Suite, Slack & Canva

2. Welches Buch könnt ihr Gründern empfehlen?
Hooked: How to Build Habit-forming Products von Nir Eyal

Und für den Gründernachwuchs: Ich habe einen Freund, der ist Dachdecker - aus der erfolgreichen Pixie Serie vom Carlsen Verlag ;-)

3. Eure Informationsquellen im Netz?
Google, Gründerszene, OMR und natürlich auch die fachtechnischen Informationen in Fachregelwerken, Newslettern der Verbände, etc.

Vielen Dank für das Interview! Mehr zu bygg.ai erfährst du auf deren Website: www.bygg.ai